Sepp Holzer

Wenn Sepp Holzer mit engstirnigen Beamten streitet, bekommen die Verwaltungsjuristen Arbeit. Auf seinem Hof in 1200 Meter Höhe wachsen derweil Orangen, Feigen und Kiwis. Der eigensinnige Bauer aus dem österreichischen Lungau gilt vielen inzwischen als Hoffnungsträger, der nicht nur der Landwirtschaft Impulse für einen neuen Umgang mit der Natur gibt.
Er zitiert aus einer amtlichen Verordnung zur Wiederaufforstung gerodeter Fichtenwaldflächen: "Die auf den zur Aufforstung gedachten Flächen stockenden Laubholzbestände", bollert es in der Verwaltungssprache aus ihm heraus, "sind mit Lignopur D zu behandeln", einem Pflanzengift, das, wie er erklärt, mit Dieselöl gemischt wird, "und dann ist rundherum die Rinde abzuschälen und die Bäume mit dem Gift zu bestreichen, damit der Laubbaum abstirbt und die Wurzelbrut abstirbt, und dann stirbt alles ab."  "Es gibt keinen schlechten Boden", verkündet er dann mit einer Eindringlichkeit, die ein Fernsehprediger nicht besser hinbekommen würde. "Es gibt für mich auch kein Unkraut und kein Ungeziefer, sondern es gibt nur unfähige Leute... Der großartige Bild-Textband dokumentiert die neuen Projekte des "Agrar-Rebellen" in Österreich, Spanien, Rußland, Schottland, Chile, Äthiopien sowie Jordanien, aber auch das bunte Leben am Krameterhof im heimischen Lungau. Die "Holzersche Permakultur" ist keine Wissenschaft, keine patentierte Forschungsmethode und keine Lehrbuchstrategie. Sie ist gelebtes Naturverständnis unter Einbindung der Weisheit der Natur, der natürlichen evolutionären Rahmenbedingungen, dem Respekt vor allen Tieren, der Achtung vor der Schöpfung, geprägt von hoher Sensibilität für das Übersinnliche und Schöne.

Info/Foto: Verlag / Kramerterhof

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